Wie Laserenthaarung nicht zum bösen Erwachen wird
Viele Frauen und Männer entschließen sich dafür, unerwünschter Körperbehaarung, sei es aus rein ästhetischen oder aus psychischen Gründen – bei unnatürlich starkem Haarwuchs -, mithilfe eines Lasergerätes ein Ende zu setzen. Die Entscheidung an sich ist erfahrungsgemäß sinnvoll, jedoch birgt selbst die als ungefährlich propagierte Methode Ihre Risiken, über die Interessenten informiert sein sollten.
Natürlich kann es schmerzhaft sein, sich die Haare beispielsweise in der Augenbrauenpartie mit der Pinzette herauszuzupfen oder sich die Beine mit einem Epiliergerät zu enthaaren. Allerdings sind die daraufhin auftretenden Hautirritationen ohne weiteres mit pflegenden Cremes in Griff zu kriegen. Fakt ist, dass die herkömmlichen Haarentfernungsmethoden zwar unangenehm, aber auf keinen Fall gefährlich sein können.
Laserenthaarung – bei richtiger Anwendung, eine der hautfreundlichsten Methoden
Anders verhält es sich mit der Methode der Laserhaarentfernung, die auch Laserepilation genannt wird. Das Verfahren, das es möglich macht, Sie mittels Lichtimpulsen dauerhaft von unliebsamen Härchen zu befreien, gilt zwar als hautfreundlich, allerdings nur, wenn es ordnungsgemäß durchgeführt wird. Diesbezüglich sollten Sie also äußerst wachsam sein, damit der Plan von permanent glatter Haut nicht zum Alptraum wird.
Eine absolute Grundvoraussetzung, die es zunächst einfach zu beachten gilt ist, dass nur Personen mit heller Haut und dunklem Haar für eine Laserenthaarung geeignet sind, denn ohne Melanin, wie der dunkle Haarfarbstoff genannt wird, kann keine Lichtenergie von dem zu entfernenden Härchen aufgenommen werden. Diese Lichtenergie ist notwendig, um sozusagen die Wurzel allen Übels zu zerstören. Nur wenn dieser vereinfacht erklärte Prozess erfolgt, wachsen keine Haare mehr an der behandelten Stelle nach. Zwar ist es für Personen mit hellen Haaren kein Risiko, die Therapie durchführen zu lassen, allerdings wird der gewünschte Erfolg ausbleiben und Sie sind um eine nicht gerade geringe Geldmenge betrogen worden.
Wer sich gut beraten lässt, schützt sich gegen Hautkrebs, Verbrennungen, Narben und Co
Menschen mit dunkler oder solariumsgebräunter Haut hingegen, setzen sich sehr wohl einem gewissen Risiko aus, wenn Sie die Laserhaarentfernung trotzdem an sich vornehmen lassen. Ihre empfindliche Haut kann durch die intensive Hitzeeinstrahlung, die durch das Lasergerät entsteht, verbrannt werden. Infolgedessen können unschöne Narben entstehen. Denken Sie bitte auch an das Hautkrebsrisiko.
Im Übrigen müssen Sie aber keine Sorge tragen, wenn Sie im Anschluss nach der Laserenthaarung Reizungen der Haut bemerken, die mit einem Sonnenbrand vergleichbar sind. Ihre Alarmglocken sollten lediglich schrillen, wenn selbige nicht innerhalb von wenigen Tagen wieder verschwinden. Suchen Sie in diesem Fall sofort einen Dermatologen auf. Achten Sie aber bitte darauf, sich vor und nach der Behandlung keiner starken Sonnenbestrahlung auszusetzen. Sie gefährden damit definitiv Ihre Gesundheit.
Jetzt wird es ernst: Eine Laserhaarentfernung kann für Sie richtig gefährlich werden, wenn Sie sogenannte lichtsensibilisierende Medikamente einnehmen. Leider ist eine Laserpilation auch für Patienten mit einer Sonnenallergie eher ein Tabu, wie Sie es aufgrund der vorausgehenden Textpassagen wahrscheinlich schon vermutet haben. Gewarnt seien auch Menschen, die des Öfteren mit Herpes zu kämpfen haben, weil das Virus durch die Lichtstrahlen begünstigt wird. In Absprache mit einem Dermatologen kann in diesem Fall aber womöglich – mithilfe von Medikamenten – eine Lösung gefunden werden. Vermeiden Sie diesbezüglich aber jegliche Alleingänge. Eine umfangreiche Beratung ist gerade für Problempatienten unabdingbar.
Schmerzfreies Verfahren bei ordnungsgemäßer Behandlung – währenddessen und danach
Sprich, die Folgen einer falsch durchgeführten Laserhaarentfernung können fatal sein, selbst wenn die Behandlung an sich nicht schmerzhaft ist. Probanden beziehungsweise ehemalige Patienten sprechen von kurzen, aushaltbaren Pieksern, die spürbar sind. Aus diesem Grund ist es auch nicht nötig, sich örtlich zu betäuben lassen.
Schlussendlich ist noch hinzuzufügen, dass dies keineswegs als Anti-Werbung hinsichtlich Laserenthaarung aufgefasst werden sollte. Im Gegenteil, schließlich liegen die Vorteile dieser Enthaarungsmethode klar auf der Hand, wenn Sie an die dauerhafte Wirkung denken. Potenzielle Patienten sollten nur auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen sensibilisiert werden, um zu merken, dass diese Behandlung sehr ernst zu nehmen ist und nichts, was man mal „im Nebenbei“ bei seinem Kosmetiker um die Ecke vornehmen lässt.
Tags: Laser, Laserenthaarung, Nebenwirkungen
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