Dauerhafte Haarentfernung mit Laser, IPL oder Blitzlicht
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Dauerhafte Haarentfernung mit IPL

Wenn der Frühling seinen Einzug hält, wird ein immerwährendes Thema wieder aktuell. Wie werde ich meine lästigen Härchen am besten los? Also, auf zum „Body-Frühjahrsputz”! Eine mögliche Variante schnell,  sanft und vor allem dauerhaft zu enthaaren, ist die Haarentfernung mit IPL.

IPL ist die Abkürzung für „Intense Pulse Light” und bedeutet die Haarentfernung mittels intensiver, gepulster Lichtbestrahlung. Im Gegensatz zum Laser, der lediglich Licht einer bestimmten Wellenlänge emittieren kann,  gibt eine Blitzlichtlampe sehr helles Licht  mit einem breiten Wellenlängenspektrum[1] ab. Das Wirkprinzip ist aber sehr ähnlich. Der Haut- und Haarfarbstoff Melanin absorbiert Licht einer bestimmten Wellenlänge und erwärmt sich dabei. Aufgrund des Farbunterschiedes zwischen Haar und Haut, kann nun gezielt das sprießende Haar in der Wurzel erwärmt und so am Wachstum gehindert werden. Der Haarfollikel wird verödet, das Haar kann  nicht mehr nachwachsen.

Dennoch kann auch  IPL nicht in einer einzigen Sitzung eine vollständige Enthaarung bewirken. Da sich zu einem  bestimmten Zeitpunkt lediglich 20 bis 30 Prozent der Haare gerade in der Wachstumsphase befinden, müssen mehrere Behandlungen je nach Region und Nachwuchs im Abstand von 3 bis 10 Wochen durchgeführt werden, um eine dauerhafte Haarentfernung zu erreichen. In der Regel werden 6 Sitzungen benötigt, bei sehr hartnäckigen Fällen kann es aber auch schon mal 8 – 10 Sitzungen dauern, bis man endgültig vom Rasierer befreit ist.  Wie bei der Haarentfernung mittels Laser funktioniert auch IPL am besten bei dunklem Haar, weiße oder sehr blonde Haare können mit dem IPL nicht entfernt werden.

Im Gegensatz zum Laser hat die IPL-Methode jedoch den Vorteil, dass sehr individuell auf Haut- und Haartyp eingegangen werden kann. Die Geräte sind auch wesentlich flexibler und breiter in ihrem Anwendungsspektrum.  IPL wird nicht nur zur Haarentfernung sondern auch zur Hautverjüngung, zur Behandlung von Besenreisern und Entfernung von Altersflecken verwendet. Die Methode ist gut etabliert und mittlerweile sind schon Geräte der 3. Generation[2] auf dem Markt, die es mittels Kühlung, präziser Einstellung der Wellenlänge und Herausfilterung der zusätzlich erwärmenden roten LIchtanteile ermöglichen, noch selektiver und sanfter zu enthaaren.

IPL bedarf aber auch eines erfahrenen Anwenders und der entsprechenden Vor- und Nachsorge. Vor der Enthaarung sollte nicht epiliert oder gewachst, aber durchaus rasiert werden. Sauna- oder Schwimmbadbesuche 24 Stunden  vor und nach der Behandlung könnten  unnötige Hautreizungen verursachen und sind daher nicht empfehlenswert.

Die IPL-Methode gilt als sehr sanft. Im amerikanischen Raum wird sie auch gerne als „Lunchtime treatment” propagiert, weil man sie quasi in der Mittagspause durchführen kann, und ohne gröbere Nebenwirkungen wie Schwellungen oder Rötungen wieder an den Arbeitsplatz zurückkehrt. Eine Behandlung der Achseln dauert beispielsweise nur ca. 15 Minuten. Der Anwender soll aber Erfahrung haben und muss gut geschult sein, da Behandlungsfehler zu bleibenden Vernarbungen führen können.

In einem amerikanischen Diskussionsforum zum Thema[3] hielten sich die positiven und negativen Bewertungen die Waage. Dies mag die wirkliche Situation nicht unbedingt widerspiegeln, da wahrscheinlich nur die äußerst begeisterten oder enttäuschten Nutzer dieser Methode sich hier zu Wort melden. Man ist aber sicher gut beraten, wenn man sich von einem auf ästhetische Dermatologie spezialisierten Facharzt behandeln lässt bzw. in einem renommierten Kosmetikinstitut, das die nötige Expertise und Erfahrung aufweisen kann.

Vor der Behandlung muss der Hautzustand generell abgeschätzt und eventuelle Grunderkrankungen der Haut abgeklärt werden. Bereits vorgeschädigte Haut sollte auch mit dem IPL nicht behandelt werden. Bei gesunder Haut und korrekter Behandlung sind Nebenwirkungen aber selten und in der Regel mild. Es kann zu vorübergehenden Rötungen und leichten Schwellungen kommen. Selten treten auch Pigmentveränderungen auf, die aber nach einigen Tagen wieder verschwinden.  Wichtig ist ein ausreichender Sonnenschutz nach der Behandlung, da die Haut noch sehr empfindlich auf Reizauslöser reagiert.  Einen Hinweis darauf, wie gut man eine Behandlung verträgt, kann die individuelle Sonnenverträglichkeit geben. Sehr sonnenempfindliche Hauttypen reagieren auf eine IPL-Behandlung sensibler als normale Hauttypen.

Behandelt können alle Körperareale werden. Das Ergebnis hält meist ein bis 2 Jahre an. Danach reichen einmalige Auffrischungsbehandlungen für weitere ein bis zwei Jahre.

Ob man sich zu  einer dauerhaften Haarentfernung mittels IPL entschließt, entscheiden letztlich aber auch die Kosten. Ganz billig ist die Sache nicht, man muss zwischen  90,– € (Oberlippe) und 190,– € (Bikinizone) pro Behandlung rechnen. Dafür kann man sich dann aber auch einer glatten Haut, ohne tägliches Rasieren, ohne Stoppeln oder lästiger Härchen erfreuen. Angesichts der nahenden warmen Saison, also vielleicht doch eine Überlegung wert.


[1] 400 – 1200 nm

[2] z.B. Lumenis,

[3] http://www.realself.com/IPL/reviews

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